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2013 Radtour an der Mosel

Radtour an der Mosel von Trier nach Koblenz vom 13. bis 16. Mai 2013

Montag früh trafen wir uns am Bahnhof Sommerrain. Die Temperatur war im einstelligen Be¬reich und von oben war auch keine Aufhellung zu erwarten. Also rein in den Zug und ab nach Trier.       
Vom Bahnhof Trier ging es am Dom vorbei durch die Fußgängerzone zum City Hotel „Primavera“. Dort trafen wir um die Mittagszeit ein. Erich und Erich waren mit Begleitbus, Fahrrädern und Gepäck schon da. Nachdem wir unser Gepäck auf die Zimmer gebracht hatten, trafen wir uns zum Mittagessen im Restaurant des Hotels. Wir beschlossen, uns die Stadt während einer Rundfahrt anzusehen. Bei Nieselregen durchquerten wir zu Fuß die Stadt (15 Minuten bis zur „Porta Nigra“). Dieses „Schwarze Tor“ stammt ca. aus dem Jahre 180 n.Chr. und ist das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen.
Immer wieder regnete es; es wurde nass und „nässer“!  Also machten wir die Stadtrundfahrt mit dem überdachten „Römer Express“ und nicht mit dem Cabriolet-Bus. Während der 35minütigen Rundfahrt erhielten wir Informationen in vier verschiedenen Sprachen; dadurch mutierten wir auch noch automatisch und kostenlos zu Fremdsprachenexperten.
Wir fuhren durch schmale Gassen, betrachteten schöne Bürgerhäuser sowie viele Kirchen (u.a. den Dom und die Liebfrauenkirche).   

Auch verschiedene römische Bauten  - wie die Konstantin-Basilika (früher römischer Thronsaal) und die Kaiserthermen - konnten wir im Vorbeifahren bewundern. Jetzt hatten wir uns wirklich etwas zu trinken verdient. Nach der Dombesichtigung begaben wir uns deshalb sogleich nebenan in die Gaststätte „Kesselstatt“, eine schöne, gemütliche Weinstube mit einer großen, antiken Weinpresse. Vor dem Eingang dieser Gaststätte steht übrigens eine Nachbildung des in Neumagen-Dhron gefundenen Römerweinschiffes
„Stella Noviomagi“. Während es draußen regnete, verbrachte unsere Radtruppe (11 Radler und 1 Begleiter) den Nachmittag ganz gemütlich nach dem Motto “Radeln und Riesling“. Zum Abendessen trafen wir uns dann gleich um die Ecke im Restaurant „Domstein“ (es bestand also keine Gefahr zu verdursten).
Am nächsten Morgen, nach einem ausgiebigen Frühstück, wurden die Räder aus dem Bus geholt; um 9 Uhr traten wir dann in die Pedale. Unser Tagesziel war der Ort Lieser, ca. 65 km flussabwärts. Auf der Trierer Römerbrücke überquerten wir die Mosel und fuhren zuerst auf der linken Moselseite bis Schweich, wo wir von Hildegard, die an diesem Tag im Bus mitfuhr, und Erich bereits erwartet wurden. Zur Rast gab´s dann Apfelschnitz, Müsliriegel und Nüsse. Die Wasserflaschen mussten wir (mit Ausnahme von Willi, der durstigen Seele) noch nicht auffüllen, da die Temperatur für größere Verdunstungen nicht geeignet war. Nächster Treff war ca. 20 km weiter zum Mittagessen in Neumagen-Dhron, dem angeblich „Ältesten Deutschen Weinort“, in dem auch das oben bereits erwähnte Römerweinschiff gefunden wurde.
Am Nachmittag lockerten die Wolken auf. Als wir dann in Lieser ankamen und unser Quartier im „Landgasthof Steffen“ bezogen hatten, kam endlich die Sonne heraus und animierte uns zu einer Ortsbesichtigung. Bei einem Gang durch den Weinort - vorbei am Schloss Lieser - luden uns ein paar Stühle und die wärmende Abendsonne zum Verweilen beim Weingut „Hower“ ein. “Radeln und Riesling“ war somit auch für diesen Tag gerettet. Nach lustiger Unterhaltung mit der Weinkönigin-Mutter und dem Leeren einiger  Fläschchen traten wir den schweren, durch die vielen „Kurven“ auch etwas längeren Heimweg ins Hotel an.
Mit einem ausgiebigem Abendessen und noch einem Absacker endete dieser Tag zu unserer vollsten Zufriedenheit.

Am Mittwoch in der Früh, es hatte in der Nacht wieder mal geregnet, starteten wir zur Königsetappe. Klotten war das Ziel.
Heute trat auch Hildegard in die Pedale; Herbert ersetzte sie im Bus. Links der Mosel durch Bernkastel-Kues und Wehlen zur ersten Rast an der Moselbrücke bei Zeltingen sollte es gehen. Unsere Gruppe hatte sich an diesem Morgen etwas in die Länge gezogen, so dass die ganz Schnellen an der zu überquerenden Brücke vorbeifuhren und ich Erich Bescheid geben musste: „Nächster Treff ist Kinkheim unter der Moselbrücke! Also zurück, marsch marsch!“
Es gab wieder leckere Körner für die nächste Etappe. In Zeltingen wechselten wir die Moselseite und fuhren rechts bis Trarbach, über die Mosel nach Traben und weiter bis Reil, dann nach rechts bis Pünderich. Von da waren`s dann nur noch 2 km bis nach Kaimt, wo wir in der „Linde“ unsere Mittagspause einlegten. Von der Terrasse aus hatte man einen schönen Blick auf Zell mit den steilen Weinbergen, in denen die „Zeller Schwarze Katz“ miaut.
Nach der Pause überquerten wir auf dem Fußgängersteg die Mosel nach Zell, von wo es am rechten Moselufer weiterging bis zur Klosterruine Stuben. An dieser Stelle ist die Mosel in eine enge Schleife gezwängt.

Auf der gegenüberliegenden Seite befinden sich die steilsten Weinberge Europas mit dem Calmont-Klettersteig. Von hier bis Senheim führt der Radweg durch den Wald und war an diesem Tag durch den Regen in der Nacht zuvor recht schmierig, was bei einigen Radlern großen Unmut auslöste. Aber auch diese „Prüfung“ haben wir mit Erfolg bestanden.
Unser Begleitfahrzeug stand an ausgemachter Stelle in Senheim, so dass wir unsere Speicher noch mal füllen konnten.

In Beilstein, unterhalb der Burg Metternich, machten wir noch einen Stopp auf „ein“ Viertele und/ oder einen Cappuccino. Jetzt sollten wir die restlichen 15 km auch noch bewältigen können. Bei Cochem, mit schönem Blick auf Stadt und Burg, überquerten wir für diesen Tag das letzte Mal die Mosel. Nach Ankunft im Hotel „zur Linde“ in Klotten hatten wir dann an diesem Tag ca. 92 km auf unseren Sätteln verbracht. Bei einem guten Abendessen handelten wir wieder nach dem Motto “Radeln und Riesling“ und ließen noch das eine und andere Viertele durch die Kehlen rinnen.

Es ist Donnerstagmorgen - das Wetter ist immer noch keins zum Radeln. Zu Kalt! Da wir aber hart im Nehmen sind, schwangen wir uns nach dem Frühstück auch noch für die letz¬ten ca. 53 km in die Sättel. Unser Ziel war Koblenz. Bei Treis wechselten wir an`s rechte Moselufer, wo es immer entlang der B 49 geht. Dann gab´s an diesem Tag auch noch einen „Platten“ an Karins Fahrrad. Wir haben das Loch gesucht und nach einiger Zeit auch gefunden. Leider ist mir beim Reparaturversuch das Ventil abgebrochen. Der Schlauch war also nicht mehr zu gebrauchen. Die Mitfahrer hatten zwar 26er Schläuche dabei. Karin aber fuhr ein 28er Rad und ich - als vorausdenkender Radelführer - hatte den passenden Schlauch im Bus deponiert (wo denn auch sonst?). Also Erich anrufen und die Position durchgeben! Kurze Zeit später war er auch schon da. Sofort neuen Schlauch drauf, Luft rein und weiter ging´s. Die anderen waren - mit meiner Erlaubnis - schon weiter gefahren. Ein Stück des Weges fuhren Karin und ich im Bus mit, bis die Gruppe eingeholt war (aber bitte den Anderen nichts verraten!).

Am Ortseingang von Koblenz gab´s noch einen Stopp; das letzte Mal Obst und Körner zur Stärkung sowie eine Besprechung, an welcher Stelle wir unsere Räder am Ende der Tour in den Bus laden könnten. Wir fuhren dann weiter zum „Deutschen Eck“, wo die Mosel in den Rhein mündet. Die Tour über ca. 200 km war hier zu Ende. Noch ein paar Fotos mit Kaiser Wilhelm I. und unserer Gruppe sowie ein letzter Biergartenbesuch am „Deutschen Eck“.

Wir saßen kaum unterm Sonnenschirm, da fing es auch schon zu regnen an. Michael auf der Flucht! Vor dem Regen!

Nach dem Verladen der Räder in den Bus verabschiedeten wir uns von Erich und Erich und machten uns bei strömendem Regen auf den Weg zum Bahnhof Koblenz. Da wir aber noch etwas Zeit hatten, gingen wir noch etwas trinken. Das betreffende Lokal hatte etwas ganz Besonderes zu bieten: Eine Toilette mit besonderer Türschließkonstruktion!

Von Koblenz ging es dann mit dem Zug zurück nach Sommerrain. Es war eine Supertour!!!

Besonderer Dank gilt unserem Erich Schnieb, der uns immer gefunden hat, und der „Academy-Fahrschule-Lutz“, die uns den Transporter kostenfrei zur Verfügung gestellt  hat.

So Ernst, jetzt hast du aber genug gequatscht! Wir Anderen möchten uns vor allem bei dir bedanken! Du bist unser „Häuptling“.
Herzlichen Dank für deine vorbildliche Fürsorge zum Nutzen deiner „Schäfchen“!

Deine Mitradler

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